Presse

Baumwelten um einen Weltenbaum

Kunst- Arbeiten von Bettina Suhr in der Oldenburger NWZ -Galerie –

Künstlerin Bettina Suhr lebt in Oldenburg. Sie zeigt Mischtechniken aus Malerei, Collage und Fotografie.

von Jürgen Weichardt

Oldenburg – Die Mythenwelt aus dem nördlichen Europa ist selten Stoff der Kunst hierzulande. Bettina Suhr hat die Sage vom Weltenbaum „Yggdrasil“ aufgegriffen und 2009 eine Bilderreihe geschaffen, in der Bäume und ihr Umfeld im Mittelpunkt stehen.

Als zeitgenössische Künstlerin hat die Duisburgerin, die zunächst in Oldenburg, dann in Bremen studiert hat, und heute wieder in Oldenburg lebt, den Mythos nicht illus­triert, sondern das Baummotiv auf vielfältige Weise variiert und dabei die Medien gemischt: Die Malerei scheint zu dominieren, aber fotografische Elemente und Fundstücke aus Papier befremden und verfremden den malerischen Eindruck.

Realistisch wirkende Teile von Natur-Fotografien werden auf die Leinwand geklebt und stehen malerischen Partien bis zu formfreien, informellen Farbsetzungen gegenüber, können aber selbst auch übermalt werden. Freie Farbbahnen scheinen jeweils den Grundton eines Bildes zu bestimmen, aus dem dann der Baumstamm oder ein Baumdetail mit Umraum hervortreten kann. Daneben schweben Ornamentformen und Zeichen, die von Gebrauchsdingen wie Servietten abgenommen sind und den realistischen Naturausschnitt in einen imaginären Raum verwandeln.

So vollzieht sich in den Bildern ein unaufhörlicher Veränderungsprozess, obwohl viele Details benennbar scheinen. Es gelingt der Künstlerin, selbst die fotografischen Elemente in den Bildern so zu verwandeln, dass sie zuweilen als malerische Formen angesehen werden. Der Mythos wird zu einer schillernd unwägbaren Geschichte.

Ganzer Artikel:

http://www.nwzonline.de/Aktuelles/Kultur/Nachrichten/NWZ/Artikel/2469705/Baumwelten+um+einen+Weltenbaum.html

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Mit Format wird nicht gegeizt

von Claus Stölting

Die gebürtige Duisburgerin präsentiert im Wiefelsteder Heimatmuseum bis zum 17. September ihre Phantasiewelten. In diesen kommt die Metjendorfer Künstlerin dann auch schon mal selbst vor.
Oldenburg /Wiefelstede In den Bildern der Metjendorfer Diplom-Künstlerin Bettina Hauke kann der Betrachter stets in Phantasiewelten eintauchen. Dabei geizt die gebürtige Duisburgerin durchaus nicht mit Format, wie ihre Ausstellung im Wiefelsteder Heimatmuseum ab kommendem Sonntag, 20. August, zeigen wird. Ihre „Anderswelten“ sind dort bis zum 17. September zu sehen.
Auch sie selbst findet sich in einigen Bildern wieder. Ein Großformat, dass den Besucher des Museums gleich zu Beginn in Empfang nimmt, zeigt die junge Bettina Suhr, so hieß sie einmal, in einer dieser „Anderswelten“, in denen die Natur – Bäume und Wurzeln, Blätter und Efeuranken – eigentümliche Landschaften und Räume bilden.
Bettina Hauke ist kurzfristig eingesprungen im Heimatmuseum. Eigentlich sollten jetzt laut Jahresprogramm Erwin Rodenberg, Hermine Meyer und Karin Goerke ihre Arbeiten zeigen. „Aus persönlichen Gründen“ hat das jedoch nicht geklappt, berichtet der Verein Heimatmuseum Wiefelstede, der sehr dankbar ist, dass Bettina Hauke die so entstandene Lücke ausfüllen kann. Die freischaffende Künstlerin, die auch Mitglied im Bund bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) Oldenburg ist, stellt zum ersten Mal in Wiefelstede aus, kann ansonsten jedoch seit 1999 auf jede Menge Ausstellungen verweisen – in Bremen etwa, Mönchengladbach, Wolfsburg, Köln, Worpswede, Hamburg, Osnabrück oder Oldenburg.
Auch die Bilder, die Bettina Hauke in Wiefelstede zeigen wird, sind ein unkonventioneller Mix aus Collage und Ölmalerei, in denen sich dicke Lackflecken oder Fragmente aus Büchern und Serviettenteilen wiederfinden.
Die stets farbenprächtige Mischtechnik bildet dabei einen klaren Kontrast zu den eher melancholischen Inhalten ihrer „Anderswelten“.
Eröffnet wurde die Ausstellung am vergangenen Sonntag. Die Einführung in die Arbeiten Bettina Haukes hielt Jens-Gert Müller-Saathoff vom Verein Heimatmuseum Wiefelstede. Begrüßt wurden die Besucher zuvor vom Vereinsvorsitzenden Herbert Heinen.
Die Ausstellung „Anderswelten“ ist noch bis zum 17. September immer samstags in der Zeit von 16 bis 18 Uhr und sonntags in der Zeit von 14 bis 18 Uhr im Heimatmuseum in Wiefelstede an der Hauptstraße 11 zu sehen.

Mehr Infos unter www.heimatmuseum-wiefelstede.com

https://www.nwzonline.de/oldenburg/kultur/oldenburg-wiefelstede-ausstellung-mit-format-wird-nicht-gegeizt_a_32,0,2618989891.html